post image

09

August

Akute Belastungen erhöhen vorerst die Produktion des Hormons Adrenalin, das in der Folge weitere Hormone beeinflusst. Die Adrenalinausschüttung regt den Kreislauf an und läßt den Blutdruck steigen. Das Herz schlägt schneller und die Muskeln werden besser durchblutet (Kampf – oder Flucht Situation). Diese Reaktionen sind im Grunde gesund für unseren Körper wenn die Belastung in kurzer Zeit wieder reduziert wird.

Besteht eine andauernde Belastung mit übermäßiger Adrenalinproduktion kommt es zu weiteren Folgereaktionen. Vermehrte Cortisol – Ausschüttung führt zu vermehrtem Schwitzen, Verlangsamung der Verdauung und der Blutzucker steigt, da mehr Energie bereit gestellt wird. Der Körper benötigt viel Cortisol um mit dem Stress fertig zu werden. In der Natur des Menschen ist Stress wichtig fürs Überleben – Kämpfen, Jagen, Laufen oder Flüchten- die Energiezufuhr war notwendig und das Cortisol wurde schnell abgebaut. Umgesetzt auf die heutige Situation kann der Körper mit der erhöhten Energiezufuhr keinen Ausgleich für den Abbau finden. Stress beim Sitzen am Schreibtisch oder Ärger hinter dem Lenkrad beim Autofahren kann der Körper nicht ausgleichen.

Das heißt:

Vermehrte Adrenalinausschüttung – ACTH (auch Corticotropin) – Ausschüttung –  vermehrte Produktion des Anti- Stress- Hormons Cortisol in der Nebennierenrinde – DHEA(Dehydroepiandrosteron- Vorstufe der männlichen und weiblichen Sexualhormone) sinkt – Signal von großer Gefahr für den Körper – Anstieg des Cortisolspiegels. Irgendwann erschöpft sich die Nebennierenrinde und somit die Cortisol – Produktion. Wichtige Funktionen des Cortisols sind gestört.

Cortisol wirkt entzündungshemmend, ist beteiligt an entzündlichen Reaktionen und eng mit dem Immunssystem verknüpft.

Cortisol und Insulin regulieren den Blutzuckerspiegel.

Kampf und Flucht ist heute nicht mehr notwendig. Der Abbau der überschüssigen Energie durch Bewegung fehlt meistens. Der Körper kann nicht auf ein „normales Betriebssystem“ herunter fahren. Also, können Sie sich vorstellen, wie dauernder Stress und Überbelastung  den Körper schädigen können?

Insulin:

Cortisol mobilisiert Zucker im Blut. Keine körperliche Bewegung ? Insulin muss freigesetzt werden für den Abbau des Blutzuckerspiegels. Fortwährende Produzierung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Es kann zu Einbußen in der Funktion und somit zu Diabetes Mellitus Typ 2, führen.

Der Abbau kann leicht mit Ausdauersport, Krafttraining, Bodywork usw. reguliert werden.

Weitere wichtige Hormone sind Oxytocin, Östrogen, Testosteron, Noradrenalin und Serotonin.

Oxytocin–  auch Kuschelhormon-

die Ausschüttung erfolgt bei Körperkontakt (Umarmung, Massagen, sozialer Kontakt) –  soll Stress reduzieren

Östrogen und Testosteron sind Sexualhormone und haben Einfluss auf das Erleben des Stresses.

Männer neigen zu Bagatellisierung, erkennen Stress erst wenn tatsächlich Schäden vorliegen.

Frauen sind, nach aktuellen wissenschaftlichen Studien, stressresistenter. Östrogen ermöglicht die Stressbelastung früher zu erkennen und entgegenzusteuern.

Serotonin:

Wird vermehrt unter Tageslicht produziert, wirkt auf das Zentralnervensystem im Bereich Stimmungslage, gibt das Gefühl der Gelassenheit und innerer Ruhe und Zufriedenheit, dämpft Angstgefühle, Aggressivität, Kummer und Hungergefühl

Adrenalin/Noradrenalin:

Adrenalin ist ein ins Blut ausgeschüttetes Stresshormon (wie oben erklärt)

Noradrenalin– Stresshormon hat eine Neurotransmitterrolle im Zentralnervensystem; in Begleitung mit Adrenalin

Bewegung und Sport (in Maßen genossen und individuell nach Möglichkeit und Vorlieben) sind förderlich für ein gesundes Leben und dienen als Ausgleich von übermäßigem Stress.

Ich informiere und berate gerne über Stressauswirkungen und individuelle Bewegung.

Leave a reply