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20

September

Der Bericht über den „Ehrenmord“ einer 14-jährigen Frau, die von ihrem Bruder in der Öffentlichkeit erstochen wurde, hat mich sehr aufgewühlt (http://www.vienna.at/1100/verdacht-des-ehrenmords-bruder-der-14-jaehrigen-mehrfach-polizeibekannt/5465742 ).

Es macht mich traurig, dass Menschen, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, von Europa, im Speziellen, von Österreich, Humanität und Menschlichkeit einfordern und erwarten, sich selbst jedoch nicht an menschliche Konventionen halten.

Egal welche Religion, welche ethnische Angehörigkeit, welche Kultur und Tradition- alle Menschen haben das Recht auf Würdigung und Menschlichkeit.

Kein Mensch gleicht dem anderen, jeder hat das Recht auf eigene Meinung und persönliche Lebenseinstellung, solange es keinem anderen Menschen Schaden oder Gewalt zufügt.

Gar nicht auszudenken, wenn ein Außenstehender eine Situation, wie diese Gewaltaktion (Ehrenmord) beobachtet und einschreitet, um es zu verhindern…

Wer Menschlichkeit einfordert, sollte auch Menschlichkeit und Humanität leben.

Traditionen sind wichtig und geben Halt und Sicherheit. Diese werden gepflegt solange diese als sinnvoll betrachtet werden, sich an die Gesellschaft anpassen und keine menschlichen Grundrechte verletzen.

Niemand hat es verdient von einem anderen Menschen verurteilt  oder gerichtet zu werden, schon gar nicht, wenn es um die Bedrohung eines Menschenlebens geht.

Jeder Mensch, ob Frau, Mann, Kind, egal welche sexuelle Orientierung hat das Recht gewürdigt und wertgeschätzt zu werden.

Das sind humanitäre Grundrechte, die weltweit Gültigkeit haben sollten.

Dieser Bericht hat wieder Erinnerungen, an meine Erfahrungen mit Gewalt in einer Beziehung, wachgerufen.

Es gab auch in meinem Leben eine Phase, in der ich Gewalt erleben musste – sowohl physisch als auch psychisch. Ich kenne das Gefühl der körperlichen und seelischen Gewalt. Die Schreckminute oder auch wenige Sekunden (es kommt einem sehr lange vor), als ich die Klinge eines Messers an meiner Kehle spürte, werde ich niemals vergessen… dieses Ereignis hat mich verändert und stark gemacht.

Ich danke dem Schicksal, dass ich heute noch lebe und es im Laufe der Zeit gut verarbeiten konnte.

In meiner Tätigkeit als Dipl. Lebens – und Sozialberaterin biete ich Beratungen  zum Thema „Gewalt in Beziehungen“ an. Hier geht’s zur Terminvereinbarung

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